Dienstag, 20. Februar 2018

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Schöllenbacher wollen ihr Naherholungsgebiet aufwerten


(Fotos: Hubert Richter)

(hr) In Oberzent-Schöllenbach sind die Bürger derzeit aufgerufen, sich aktiv an der Dorfentwicklung zu beteiligen. Hierzu fand heute ein Bürgertreff am Eutersee statt.

In Oberzent läuft für einige Stadtteile ein Dorfentwicklungsprogramm bis 2024 unter dem Oberbegriff Integriertes Kommunales EntwicklungsKonzept (IKEK). Ein Teilprojekt davon ist die Entwicklung der Erholungsanlage am Eutersee in Schöllenbach.

Der knapp 1 ha große Eutersee wurde genau auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg im Jahr 1971 zunächst als Hochwasserrrückhaltebecken des Euterbachs, aus dem weiter unten später die Itter wird, angelegt. Im Lauf der Jahre hat sich der idyllisch gelegene kleine See aber auch zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt. Am Nordufer des gut 200 Meter langen und bis zu 65 Meter breiten Sees wurde eine Liegewiese angelegt und eine Schutzhütte gebaut. Ein Fußweg führt über den Staudamm und über eine Holzbrücke rund um den See herum. Aufgrund des hohen Frischwasserdurchflusses bietet der See zwar ganzjährig eine hohe Wasserqualität, bleibt aber auch im Sommer ziemlich kalt: Mehr als 16 Grad werden es kaum. Trotzdem ist der Eutersee ein beliebtes Naherholungsziel für Menschen aus Nah und Fern und so etwas wie ein “Magnet” für Schöllenbach. Zeitweise wurden dort auch große Feste gefeiert wie beispielsweise die “Beach Party” der Feuerwehr.
Im Rahmen des IKEK-Forums im vergangenen Jahr wurden bereits einige Maßnahmen für die Weiterentwicklung des Eutersees benannt und teilweise für ein Investitionsprogramm angemeldet, wie die Befestigung der Wege und das Ausbaggern des Sees, um die zunehmende Verlandung zu verhindern.

Beim heutigen Bürgertreff ging es darum, aus der Bürgerschaft eine Interessengemeinschaft zu bilden, die sich auch jenseits größerer Investitionen mit Arbeitseinsätzen für die Verschönerung des Areals stark machen könnte. Anneli Hieronymus, IKEK-Projektlotsin für den Eutersee, konnte zusammen mit Dieter Fleck, einem weiteren “Motor” der Dorfentwicklung, rund zehn Interessierte begrüßen. Diese konnten auch schon einige Ideen auf die in der Schutzhütte ausgehängten Plakate schreiben, wie z.B. die Beseitigung des Wildwuchses, ein Steg im See, ein Spielareal für Kinder oder eine Toilettenanlage.
Der Hauptteil der Naherholungsanlagen befindet sich auf dem Gebiet von Badisch Schöllenbach und gehört damit zu Eberbach. Laut Hieronymus und Fleck wurden die Anlagen aber vollständig von der ehemaligen Gemeinde Hesseneck finanziert bzw. durch bürgerschaftliches Engagement der Schöllenbacher geschaffen und in Schuss gehalten. Problematisch ist auch, dass der Hauptzugang zum See von der Hesselbacher Straße über ein Privatgrundstück führt.

Wer sich bei der Verschönerung des Eutersees noch aktiv einbringen möchte, kann sich bei Anneli Hieronymus telefonisch unter (06276) 554 melden und informieren (E-Mail s.u.) oder einfach zum ersten Arbeitseinsatz kommen, der am Samstag, 17. Februar von 10 bis 14 Uhr geplant ist.

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